Sammlung Historische Berliner Straßenbahnwagen der BVG

Triebwagen 5274 der BVG-Ost

Triebwagen 5274 und Beiwagen 1707 im Mai 1986 während einer Sonderfahrt.

Die bekannten kleinen Zweiachser konnten den Ansturm des Großstadtverkehrs nur ungenügend bewältigen. Daher wurden auch sehr früh größere Drehgestellwagen in Dienst gestellt, 1898 erschien der Typ „Brandenburg“ auf Berlins Straßen. Um größere Motoren einbauen zu können und den Kraftschluss der angetriebenen Radsätze zu verbessern, fanden die in den USA entwickelten „maximum traction trucks“ Interesse, die mit großem Treib- und kleinem Laufradsatz eine Drehgestellkonstruktion mit ideellem Drehpunkt und damit größerem Bauraum für Motoren brachten. 1901 gingen die ersten „Maximum 27“ in Betrieb, 1907 folgte der verbesserte „Maximum 30“.

Der aus dieser Serie stammende Triebwagen 2990 ging 1910 in den Betrieb. Ab 1920 war er als Triebwagen 5279 unterwegs. Sein Einsatz war bis 1969 zu beobachten, dann wurde er zur späteren Restaurierung hinterstellt. 1981 ging er als historischer Wagen im Ursprungszustand in Betrieb. Gegenwärtig wird er ausstellungsfähig vorgehalten.

1925 begann der Umbau eines Teils der Wagen auf geschlossene Plattformen und elektrische Bremse. Zunächst als Maximum 30g, wurden sie nach 1934 als TD07/25 bezeichnet. Triebwagen 5256 dokumentiert seit 1978 diesen Umbauzustand.

Die BVG-Ost ließ ab 1951 bei mehreren Firmen alle Maximumwagen grundlegend umbauen. Triebwagen 5274 präsentiert sich seit 1974 in diesem Zustand als historisches Fahrzeug.

Technische Daten:
Länge Wagenkasten: Tw 2990: 11.000 mm
Tw 5256: 11.400 mm
Tw 5274:11.400 mm
Breite Wagenkasten: 2.100 mm
Höhe: 3.450 mm
Motorleistung: 2 × 45 kW
Eigenmasse: 14.000 kg
Sitzplätze: Tw 2990: 30
Tw 5256: 30
Tw 5274: 28