Sammlung Historische Berliner Straßenbahnwagen der BVG
Triebwagen 36 der Berliner Ostbahnen
Triebwagen F3 in Niederschönhausen
© Foto: Lutz Stumpf
1896 bis 1899 ließ ein Firmenkonsortium unter Führung der AEG und der Deutschen Bank probeweise einen Spreetunnel
zwischen Stralau und Treptow bauen. Er sollte den Nachweis erbringen, dass im Berliner Boden der Bau von
Schnellbahntunneln möglich ist. Der Probetunnel sollte von einer Straßenbahn befahren werden. Dazu wurde eine
Betriebsgesellschaft gegründet, die "Berliner Ostbahnen". Diese Gesellschaft baute in der Folgezeit ein Streckennetz
auf, das den heutigen Berliner Südosten weitgehend erschloss.
Die für den Spreetunnel vorgesehenen Wagen mussten auf Grund des Lichtraumprofils sehr flach gebaut werden. 1912
wurde der größte Teil des Wagenparks durch einen Brand vernichtet.
Aus der Ersatzlieferung stammt der 1912 von der Firma Herbrand in Köln, Ehrenfeld gebaute Triebwagen 36. Bei der
Berliner Straßenbahn wurde er unter der Nummer 4110 eingereiht.
1929 wurde dieser Wagen zum Turmwagen mit der Nummer T20 umgebaut und erhielt später die Nummer F3.
Bis 1964 war er bei der BVG-West im Einsatz. Dann wurde der Rückbau zum Museumswagen begonnen. Nach Ende der
Straßenbahn-Aufarbeitung in der Uferstraße stellte die BVG-West den Wagen der Museumssammlung bei.
1993 gelangte er in die Obhut des DVN. Die äußerliche Herrichtung als "Ostbahn-Wagen" ist angedacht.
Der Betrieb durch den Spreetunnel musste 1932 wegen baulicher Mängel aufgegeben werde. Später wurde er zugeschüttet.
Der Stralauer Tunnelmund kam 1995 noch einmal im Rahmen von Baufelduntersuchungen an Tageslicht.
Triebwagen 37 um 1914 am Schlesischen Bahnhof
© Foto: Archiv Kubig
Wagen F3 (ex 36) in der Tauentzienstraße
© Foto: Sammlung Kubig
| Technische Daten: | |
| Hersteller: | Herbrand, Köln-Ehrenfeld |
| Baujahr: | 1912 |
| Länge Wagenkasten: | 8.100 mm |
| Breite Wagenkasten: | 2.060 mm |
| Höhe: | 3.050 mm |
| Eigenmasse: | 9.900 kg |