Sammlung Historische Berliner Straßenbahnwagen der BVG
Einrichtungs-Rekozug TE/BE
Mit dem Rekozug durch den Prenzlauer Berg.
© Foto: Lutz Stumpf
Der Bedarf der BVG-Ost nach modernen Fahrzeugen ließ sich mit Neubauten nicht decken, so dass zunächst die kurz zuvor elektrisch bereits ertüchtigten T24 weiter modernisiert werden sollten. Ergebnis war der „Umbau“– oder später auch Rekowagen TE 59 mit den dazu passenden Beiwagen BE 59/1 und BE 59/2.
Diese Umbauten nahm das RAW Schöneweide und in kleineren Stückzahlen der Waggonbau Gotha vor. Später kamen noch weitere Umbauten wie die BE 64 hinzu, die unter Verwendung von Teilen des Typs B 53 entstanden. Seit 1996 dokumentiert der Zug 217 055 + 267 006 + 267 428 (Typen TE 59, BE 59/1, BE 64) diese Fahrzeuggeneration.
Vielen Berlinern noch gut vertraut: Innenraum eines Reko-Wagens.
© Foto: Lutz Stumpf
In diesem Zustand fuhr der Wagen auch häufig zu Sonderfahrten, bis im Jahr 2001 ein Auffahrunfall einen Einsatz des Zuges zunächst nicht mehr zuließ. Da die Reparatur des Zuges dann doch sehr viel Arbeit erfordern würde, entschloss sich der DVN, den Zug in diesem Zusammenhang in den Zustand der 1970er Jahr zu versetzen, was unter anderem die auffällige elfenbeinfarbene Lackierung bedeutet.
Im Verlauf der Reparatur mussten Teile des zweiten Beiwagen und des Triebwagens neu beblecht und Fensterholme gerichtet und alte Farbe angeschliffen werden. Neue Kupplungen konnten aus Schöneiche beschafft werden oder wurden aus Restbeständen aufgearbeitet. Scheiben wurden, wenn nötig, ausgewechselt und Teile der E-Anlage erneuert.
Der Triebwagen wurde dann bereits im Mai 2002 neu lackiert, die Beiwagen im April 2003. Die erste öffentliche Fahrt im Jahr 2003 hatte der Rekozug dann am 18. April zum Saisonstart der Themenfahrten – wenn auch nur als Zweiwagenzug. Der zweite Beiwagen folgte etwas später. Seitdem fährt dieser Zug meist als Dreiwagenzug zu besonderen Anlässen durch Berlin.
| Technische Daten: | |||
| Wagen: | Triebwagen 217 055-8 |
Beiwagen 267 006-1 |
Beiwagen 267 428-2 |
| Typ: | TE 59 | BE 59/1 *¹ | BE 64 *² |
| Inbetriebnahme: | 31.01.1961 | 03.06.1960 | 23.06.1965 |
| Spenderwagen: | T24U Nr.6163 | B 24 Nr.404 | B 53 Nr.1788 |
| vergebene Nummern: | 3965 217 055-8 (ab 1971) 3055 (1992) |
1826 267 006-1 (ab 1971) |
267 428-2 (ab 1971) |
| Länge: | 10.500 mm | 10.300 mm | 10.720 mm |
| Breite: | 2.160 mm | 2.160 mm | 2.160 mm |
| Höhe: | 3.260 mm | 3.260 mm | 3.260 mm |
| Eigenmasse: | 13.300 kg | 9.200 kg | 9.200 kg |
| Motorleistung: | 2 x 60 kW | antriebslos | antriebslos |
| Sitzplätze: | 22 | 18 | 18 |
| *¹ Die Beiwagen vom Typ BE 59/1 sind aus den Typ B24 entstanden wobei der Bodenrahmen und Profile des Wagenkastens weiter verwendet wurden. Die Achshalter wurden auf den Achsstand von 3.200 mm versetzt. *² Die Beiwagen des Typ BE 64 entstanden aus den Ammendorfer Beiwagen des Typ B53. Es wurde nur der Hilfsrahmen und die Bremsanlage mit den Radsätzen wo die Bremscheibe nicht mittig angebracht ist weiter verwendet. Der Wagenkasten ist ein Neubau. |
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In Niederschönhausen entstand diese Seitenansicht vom Rekobeiwagen.
© Foto: Lutz Stumpf
weitere Information: Geschichte der Rekowagen