Doppeldeck-Omnibus Do54 Wagen-Nr. 929
„Hugo“ gefolgt vom Ikarus 260 im Herbst 2008.
© Foto: Frank Priebe
Entstehungsgeschichte der Do 54
Da die BVG-Ost Anfang der fünfziger Jahre Interesse an einem Doppeldecker-Neubaufahrzeug zeigte und die Industrie ein solches Fahrzeug nicht im Angebot hatte, erfolgte in Zusammenarbeit zwischen der Omnibus-Hauptwerkstatt der BVG und dem Waggonbau Bautzen die Neuentwicklung des Do 54.
Grundlage für den Aufbau war das Fahrgestell des LKW-H 6. Bei den 85 gebauten Fahrzeugen wurde ab 1963 die offene Plattform mit Falttüren verschlossen. Die Einsatzzeit der DO 54 endete 1974.
Lebenslauf unseres Fahrzeuges mit der Nummer 929
Über unseren DO 54 ist leider nicht sehr viel bekannt.
Der Wagen 929 wurde am 01.12.1956 geliefert. Es folgten mehrere Grundinstandsetzungen im OLW-Treptow in den Jahren 1959, 1962, 1965 und 1968. Am 30.10.1970 wurde er nach einem Unfall, der sich bereits im August ereignete, außer Betrieb genommen.
Herr Klaus Zimmermann aus Berlin erwarb am 09.12.1970 den Wagen 929 für 100,– Mark. Nun diente er in Basdorf bei Berlin als Gartenlaube und wechselte bereits 1971 seinen Standort. In einer Kleingartenanlage in Berlin-Marzahn diente er weiter als Laube. Immerhin war er jetzt wieder ein Berliner und er hatte von seinen neuen Besitzern auch einen Namen erhalten, den er bis heute nicht wieder losgeworden ist . „Hugo“ ist im gesamten Verein bekannt – nennt man die Wagennummer, dann müssen einige Vereinsmitglieder erst richtig überlegen.
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